Eine sehr meditative Auseinandersetzung mit dem Fluss und dem Verfließen der Zeit. Leben ist der unaufhaltsame Prozess des Sterbens, der reine Umstand zu existieren mitunter eine Qual und immer ein Ankämpfen gegen den Tod, den alternden Körper, ökonomische Sorgen, zerbrechende Freundschaften, Entfremdung von Familienmitgliedern und das zerklüftete Erbe der eigenen Herkunft.
Wie die Soldaten in dieser Geschichte scheinbar in einen ewigen Schlaf zu fallen, scheint für die Wachen ein verführerischer Zustand. Denn wer schläft, kann nicht bei Bewusstsein sterben, sondern existiert in einer Welt irgendwo zwischen Raum und Zeit. Wer wach ist, sehnt sich nach diesem Ort.
Gebündelt wird diese Sehnsucht in einer zum Krankenhaus umfunktionierten Schule – also an einem Ort der Kindheit, der noch (unbefleckten) Unschuld, der Sorglosigkeit, der gefühlt noch ewigen Jugend.
★★★★☆
