Gesehen: L'uccello dalle piume di cristallo (1970)

Ich lasse mich auf Filme wie diesen immer besonders gerne ein, weil sie denjenigen so zugewandt sind, die an den Rand der Gesellschaft gedrängt wurden, die mit Stigmata belegt sind, die in jedweder Hinsicht am kürzeren Hebel sitzen und deshalb nach allen verdorbenen Regeln der Kunst missbraucht, fast schon wie Gegenstände behandelt werden, die man nach Gutdünken auf dem gesellschaftlichen Schachbrett umherschieben kann.
Gleichzeitig ist zu sehen, dass Gesellschaften, die solche Akteur*innen nicht abstrafen, nur nach den einfachsten Antworten suchen und nie die Finger in die eigenen Wunden legen, ziemlich zuverlässig beginnen, sich von innen heraus selbst zu zersetzen. Werte und Moral werden dort als Waffen gegen andere eingesetzt und von innen ausgehöhlt, anstatt selbst nach ihnen zu streben.
★★★★☆

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