Gesehen: Napoleon Dynamite (2004)

Dance like nobody’s watching ist hier die klare Überschrift, deren Implikationen mit doch sehr konventionellen Erzählmustern transportiert werden. Das versucht der Film durch seine zugespitzt gezeichneten Figuren etwas zu unterlaufen, aber ich finde nicht, dass ihm das wirklich gelingt. Aber das ist gleichzeitig kein Grund, NAPOLEON DYNAMITE ein schlechtes Zeugnis auszustellen.
Unterm Strich bleiben eben doch sehr richtige und wichtige Dinge stehen. Es ist geil, Dinge zu mögen und zu machen, worauf man Bock hat, damit ehrlich zu sich selbst und zu anderen zu sein, ohne dabei Zwänge zu erleben. Mit einem offenen Herzen kommt die Solidarität, mit der Solidarität ein Miteinander, mit dem Miteinander ein Zusammenhalt – diese Maximen scheinen irgendwann so stark, dass sie Licht auf zuvor scheinbar Unerreichbares werfen: Liebe, Partnerschaft, berufliche Erfüllung, Freundschaft oder die Überwindung von Trauer.
Es geht eben nicht nur darum, nur zu tanzen, als ob niemand zuschauen würde, sondern auch Tetherball zu spielen, Piñatas zu zerhauen, coole Nunchaku-Moves einzustudieren, bunte Schlüsselanhänger zu basteln oder Cheerleading-Choreos einzustudieren.
★★★☆☆

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